Nichtsdestotrotz: Es gibt einige grundsätzliche Faktoren, die Menschen in höherem Alter bei der Auswahl eines
Vierbeiners berücksichtigen sollten:
Das eigene Alter: Mit 50 kann man noch eher einen Welpen aufziehen und erziehen als mit 70. Doch in jedem Fall
ist die Alternative zu einem Welpen ein erwachsener Hund aus dem Tierheim. Mit fortgeschrittenem Alter sollten Sie außerdem auf die Frage „Wer versorgt mein Tier, wenn ich es eines Tages nicht mehr kann?“ eine Antwort haben.
Die körperliche Verfassung: Für Menschen mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung kann der tägliche Spaziergang ein regelrechter Segen sein. Menschen, die sich nur eingeschränkt bewegen können, brauchen ein weniger
temperamentvolles Tier, das mit geringem Auslauf klarkommt. Für sie wäre z. B. ein Hunde-Senior aus dem
Tierheim passend.
Die Wohnsituation: Stadt oder Land? Mit Garten oder ohne? Im Erdgeschoss oder im dritten Stock? Denken Sie
auch in die Zukunft: Kommen Sie mit Ihrem Hund noch ins Obergeschoss, wenn dieser Probleme beim Treppensteigen hat? Kann er sich auch im Garten austoben, wenn Sie nicht mehr so gut zu Fuß sind? Gibt es in Ihrer Stadt ein gutes Angebot an Dogsittern? Falls Sie irgendwann vorhaben, in ein Seniorenheim zu ziehen: Können Sie Ihren Vierbeiner dann mitnehmen?
Der Pflegeaufwand: Vor allem unter den kleinen Hunderassen gibt es viele Langhaarige, deren Fell täglich gepflegt werden muss oder die regelmäßig zum Frisör müssen. Deshalb sollten Sie vorher abwägen, wie viel Sie an Zeit undGeld aufwenden können.
Der Erziehungsaufwand: Manche Rassen brauchen eine starke Führung, gute Erziehung und die nötige Auslastung, damit sie nicht zu Dauerkläffern, Starrköpfen oder Problemhunden werden. Bringen Sie dafür genügend Kraft und Geduld auf?
Unser Tipp: Ziehen Sie in jedem Fall auch einen Mischlingshund in Betracht! Fündig werden Sie ganz bestimmt in einem Tierheim in Ihrer Nähe. Ein weiterer Vorteil: Die Helfer dort können den Charakter eines Tieres gut einschätzen und Ihnen damit mehr Entscheidungssicherheit geben.
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