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Altersbedingte Veränderungen betreffen auch die Organsysteme. So schätzen die Tiermediziner, dass zehn Prozent aller Katzen über sieben Jahre und ein Drittel der mehr als zehnjährigen Katzen mit chronischen Nierenerkrankungen leben müssen. 30 Prozent dieser Katzen haben in Folge Bluthochdruck und Endorganschäden.
In den Fokus gerückt sind auch Hormonstörungen. Bei der Katze ist dies unter anderem die Schilddrüsenüberfunktion, Katzen um das achte Lebensjahr gelten als gefährdet. Die Zuckerkrankheit zählt zu den häufigsten hormonell bedingten Erkrankungen bei der Katze. Rund 20.000 leiden in Deutschland bereits an Diabetes mellitus. Auch 30.000 Hunde sind betroffen, meist tritt Diabetes zwischen sieben und neun Jahren auf. Alte Hunde leiden darüber hinaus häufig unter einer Nebennierenrindenüberfunktion, die mit zahlreichen und vielseitigen Symptomen einhergeht.
Und - ein Unglück kommt selten allein. So ist das auch mit Krankheiten bei älteren Tieren. Die Tierärzte sprechen dann von Multimorbidität oder Mehrfacherkrankungen. Untersuchungen habe gezeigt, dass bei Hunden ab dem sechsten Lebensjahr die Zahl der Krankheiten zunimmt, bei Katzen ist dies ab elf Jahren zu erkennen.
Es ist besonders wichtig, Hund und Katze noch vor Eintritt in die Seniorphase dem Tierarzt vorzustellen. Bei frühzeitigen und regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen hat der Tierarzt die Möglichkeit, das Tier auf Herz und Nieren zu untersuchen und geeignete Therapien einzuleiten. Einem unbeschwerten Lebensabend steht dann nichts mehr entgegen.
Wo befinden sich nun der Mensch, wo Hund und Katze auf der Altersskala? Vielleicht hilft ein kleines Rechenexempel weiter. Ein zwanzigjähriger Hund ist genauso alt wie Johannes Heesters. Eine Katze müsste dafür schon mal locker 25 Jahre erreichen. Alle drei könnten dann ihren 108. "Menschengeburtstag" feiern. Herzlichen Glückwunsch!
Quelle: Bundesverband für Tiergesundheit e.V - www.bft-online.de
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