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Tagebuch aus dem Elefantenstall in Hellabrunn

Meldung aus dem Tierpark Hellabrunn/ 02.11.11

Mutter und Kind wohlauf

Tag fünf nach der Geburt. Gegen die Mama wirkt das kleine Baby winzig, wiegt aber bereits 90 Kilogramm und geht gerne auf Erkundungstour im Stall – Hauptsache, die Mama ist in der Nähe. Mit dem Rüssel untersucht das kleine Mädchen alles, was ihm in die Quere kommt. Putzig sieht es aus mit seinen tapsigen Füßen, den neugierigen Äuglein und dem zarten Babyflaum auf dem Kopf.


Panang mit ihrem Baby
Elefanten-Mama Panang hat ihr süßes Baby ganz fest ins Herz geschlossen! Vorsichtig setzt sie ihre riesigen Füße auf den Sandboden im Stall, um nur ja nicht ihr kleines Mädchen zu stoßen. Das Elefantenbaby weicht seiner Mama kaum von der Seite. Ganz nah wollen die beiden einander sein. Das Mädchen stupst seine Mutter mit dem Rüssel an und beginnt zu trinken. Geduldig lässt Panang es trinken – ganz anders als bei ihrem ersten Kind Jamuna Toni. Alle im Tierpark sind erleichtert und freuen sich über die geglückte Mutter-Kind-Bindung. "Uns allen ist ein Stein vom Herzen gefallen, dass das Baby so einen guten Start hatte", so Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem. Der erste Ausflug wird noch auf sich warten lassen, aber der Tierpark Hellabrunn wird alle Fans auch über die Homepage regelmäßig informieren.

Dafür wurde auch alles Menschen mögliche unternommen: Die Elefantenherde ist streng abgeschirmt im Stall, um jede unnötige Unruhe zu vermeiden. Die frischgebackene Mutter ist extrem empfindlich und wird bereits beim Öffnen der Tür unruhig. Die ersten Nächte hielten vier Tierpfleger Wache. Mittlerweile hat sich alles sehr gut eingespielt, so dass nur noch selten helfend eingegriffen werden muss.

In den ersten Nächten fanden Mutter und Kind selten gemeinsam in den Schlaf. Das kleine Mädchen lief Runde um Runde um die schlafende Mutter, die sich davon nicht stören ließ. Mittlerweile hat sich der Schlafrhythmus der beiden sehr gut angeglichen!


Meldung aus dem Tierpark Hellabrunn/ 31.10.11

 Die ersten drei Tage im Leben des neugeborenen Elefantenbabys

Hinter den Kulissen gewöhnen sich Mutter und Kind in aller Ruhe aneinander: Alles läuft bestens.

Panangs Baby Hellabrunn freut sich über das zweite kerngesunde Elefantenbaby im Jahr 2011. Die 22-jährige Elefantenkuh Panang brachte nach 623 Tagen Tragzeit am Freitag, den 28.10.2011 um 23.28 Uhr in einer Blitzgeburt ein zierliches Elefantenmädchen auf die Welt. „Die Kleine findet zügig die Milchbar und ihr kleiner Bauch hat sich dementsprechend auch schon sichtlich gefüllt", freut sich Zoodirektor Dr. Knieriem über die durchweg positive Entwicklung des Elefantenbabys. „Nun wollen wir alles uns Mögliche zum Wohle der Mutter und der Mutter-Kind-Bindung tun. Unsere Tierpfleger kümmern sich rund um die Uhr um die beiden", sagt der Zoodirektor weiterhin.

Das Elefantenmädchen trinkt mittlerweile etwa zwei Mal pro Stunde und braucht nur ein paar Minuten, um anzudocken und Milch zu saugen. Seit der Geburt am vergangenen Freitag läuft alles nach Plan: Keine zehn Minuten hat es gedauert, dass das Elefantenbaby auf den Beinen stand. „Die Kleine entdeckt nun ihren Mikrokosmos, untersucht alles und lernt ihre Mutter kennen", erzählt Thomas Günther, Stellvertretender Revierleiter des Elefantenhauses. Mittlerweile schlafen Mutter und Tochter mehrmals pro Nacht, was besonders erwähnenswert ist, da Panang eine sehr bewegungsfreudige und auch unruhige Elefantenkuh ist. Temi, die neunjährige Mutter des kleinen Elefantenbullen Ludwig, setzt sich in dieser Hinsicht rührend ein und beruhigt Panang durch Rüsselkontakt. „Als Aufsichtsratsvorsitzende des Tierparks freue ich mich riesig über die Geburt des Elefantenmädchens und baldigen Spielgefährtin von Ludwig. Ich drücke die Daumen, dass weiterhin alles so gut verläuft", sagt Christine Strobl, 2. Bürgermeisterin der Stadt München.

Panang mit ihrem BabyPanang war am 13. Februar 2010, ihrem 21. Geburtstag, erfolgreich gedeckt worden; die Schwangerschaft verlief problemlos. „Wir sind froh, dass bei dieser Geburt Panangs alles gut funktioniert hat. Denn bedingt durch ihre unglückliche Historie hat sie nicht die besten Erinnerungen an Geburten", erzählt Dr. Knieriem. Panang hatte ihr 2009 geborenes Elefantenbaby Jamuna Toni nicht angenommen. Daraufhin musste es von Hand aufgezogen werden. Im Alter von einem halben Jahr wurde Jamuna Toni wegen einer Stoffwechselerkrankung eingeschläfert.

Für Panang ist es momentan besonders wichtig, die gesamte Elefantenherde um sich zu haben. Zurzeit sind die Elefanten in einem Ersatzbau untergebracht, der Besuchern nicht zugänglich ist. Das 100-jährige Elefantenhaus wird saniert. Der Verlauf der Eingewöhnungsphase sowie die Witterung spielen eine große Rolle dabei, wann die Besucher das Elefantenbaby sehen können. Dazu Dr. Knieriem „Wir bitten um Rücksicht, dass man einen Säugling natürlich noch etwas schützen muss und wir somit das Elefantenbaby inklusive der Herde derzeit noch nicht hinauslassen können".

 Quelle und Fotos: Tierpark Hellabrunn
 

12.- 19. Mai 12:
Koi- und Teichtage bei Fressnapf


19.-20. Mai 12 :
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