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Startseite > Nachrichten > BERICHT: Projekt Kitty - ein Hilfsprojekt für frei lebende, verwilderte Hauskatzen
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Bericht von Tierportal München
08. Februar 11
Projekt Kitty - ein Hilfsprojekt für frei lebende, verwilderte Hauskatzen
von aktion tier - menschen für tiere e.V.
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Ein Problem mit Streunerkatzen gibt es in München nicht! So jedenfalls denken die meisten Münchner und leider auch für die zuständigen Behörden. Dass die Streunerkatzen in München und den Landkreisen sogar in großer Anzahl vorhanden sind und wie man das Problem aus tierschützerischer Sicht in den Griff kriegen kann, darüber informierte Judith Brettmeister am gestrigen Abend im Gasthof Maxhof in Fürstenried West. Straßen- oder Streunerkatzen werden ehemalige Hauskatzen und ihre Nachkommen genannt, die herrenlos in Hinterhöfen und Parks, in der Nähe von Krankenhäusern und auf Industriegeländen leben. Trotz Krankheit, Hunger und Unfällen im Straßenverkehr vermehren sie sich unkontrolliert, sodass die Population ständig zunimmt. aktion tier hat sich mit dem Projekt Kitty dieses Problems angenommen und betreut seit 2003 bereits ca. 250.000 Straßenkatzen. Judith Brettmeister von der kürzlich eröffneten Münchner Geschäftsstelle stellte das Konzept von Kitty vor, dessen Schwerpunkte die Kastration, die medizinische Betreuung und die kontrollierte Fütterung sind.
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Judith Brettmeister
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In der Praxis sieht das so aus: Wenn einzelne Streunerkatzen oder vorhandene Katzenplätze gemeldet werden, fangen ehrenamtliche Helfer mit Katzenfallen die Tiere ein und bringen sie zur Vertragstierärztin, wo sie untersucht und kastriert werden. Wenn nötig, nimmt sie in der Narkose auch gleich Augen- oder Zahnoperationen vor. Sobald die Katzen aufgewacht sind, können sie auch schon wieder in ihrem angestammten Gebiet in die Freiheit entlassen werden. Für "Streunerkatzen-Kolonien" werden von Kitty-Helfern Schlafhäuschen und Futterplätze eingerichtet, die ständig betreut und beobachtet werden, um neue unkastrierte Tiere gleich erkennen zu können. |
... Judith Brettmeister warb in ihrem Vortrag nicht nur um ehrenamtliche Helfer, die diese Aufgaben übernehmen (Katzenfallen, Futter und Käfige werden von der Organisation gestellt) und sich um die Katzen kümmern wollen, sondern natürlich auch um Mitglieder, die dies mit ihrem Beitrag (ab 5,-Euro monatlich) unterstützen wollen. Der Wunsch für die Zukunft im Münchner Kitty-Projekt ist eine Babykatzen-Station, wie sie es bereits in Berlin gibt. Dort werden trächtige Katzen und frisch gebackene Katzenmütter aufgenommen, damit man den Katzenbabys die Chance auf ein Zuhause geben kann. Denn nur ganz junge Katzen werden zutraulich, sie können sich als Hauskatzen einleben und somit den Kreislauf auf der Straße beenden. Nach der Säugezeit werden die Katzenmütter kastriert und an den alten Futterstellen wieder entlassen und die Katzenbabys können auf ein liebevolles Zuhause hoffen. |

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.... Andrea Mittermeir, die Inhaberin der K & K Katzenpension, kümmert sich seit Jahren auch um Streuner- und Fundkatzen. Wenn es nötig ist, päppelt sie diese bei sich auf, lässt sie kastrieren und vermittelt sie in gute Hände. Sie erzählte von ihren neuen Erfahrungen mit dem Projekt Kitty und war ganz begeistert davon, dass sie diese Tiere nun kostenlos kastrieren lassen kann. Die Aufteilung in "Helfer"-Regionen hält sie für die beste Lösung, um die Fahrten zu Fund- und Streunerkatzen zeitlich und finanziell so gering wie möglich halten zu können.
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Andrea Mittermeir von der K&K Katzenpension .....
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Wie man sich für den Katzenschutz engagieren kann, indem man "die Augen offen hält", verriet Frau Brettmeister ebenfalls:
- man soll streunende Katzen in seiner Umgebung sofort bei Kitty melden, denn nur frisch ausgesetzte Tiere sind noch zutraulich und können vermittelt werden, bevor sie verwildern.
- wer Futterstellen kennt, sollte sich darum kümmern und helfen, wenn diese, was leider immer wieder passiert, sinnlos zerstört werden
- oft wissen fütternde Tierfreunde gar nicht, dass es Hilfestellen wie Kitty gibt. Man sollte sie einfach darauf ansprechen.
Für Katzen mit Freigang ist eine Kennzeichnung und Registrierung durch Chip oder Tattoo immer ratsam. Selbstverständlich sollte man sie auch kastrieren lassen, damit die Population in Grenzen gehalten wird. Denn als Katzenbesitzer darf unsere Verantwortung nicht beim eigenen Tier aufhören, wir tragen sie auch für die "Samtpfoten" in unserer Umgebung!
Mehr zum Projekt Kitty erfahren Sie auf der Seite von aktion tier - menschen für tiere e.V. unter www.aktiontier.org
Die Geschäftsstelle München ist in der Herzogstrasse 84 und telefonisch erreichbar unter der Nummer 089 32 66 98 10.
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Ursula Makrewitz |
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