Neues aus der Reptilienauffangstation - 21.09.11
Tier des Monats:
Willi das Bartagamenbaby
So ein kleiner süßer Fratz! Kaum groß genug um auf einer Hand herum zu klettern, ist er dennoch neugierig und mutig genug, um ständig an der Terrarienscheibe zu sitzen und seine Umwelt aufmerksam zu betrachten.
Am liebsten würde er schnell wieder aus der Quarantänestation in der Reptilienauffangstation heraus! So wie seine 13 weiteren Geschwister!
Willi ist eines von 14 ausgesetzten Bartagamenbabies. Kaum aus dem Ei geschlüpft, wurden sie mitten in der Nacht bei Temperaturen unter 10 Grad im Eingangsbereich der Reptilienauffangstation in München in einem Karton einfach ausgesetzt. Leider kommt dies immer wieder vor, obwohl die Tiere in der Auffangstation gegen eine Spende abgegeben werden könnten. Die unüberlegte Zucht von Bartagamen und anderen häufig gehaltenen Reptilien ist eine Problematik, die die Reptilienauffangstation immer wieder zu spüren bekommt. Alleine in diesem Jahr mussten 116 Bartagamen aufgenommen werden. Ein Großteil davon als ausgesetztes oder aufgefundenes Tier.
So süß und putzig Willi auch sein mag, in der Masse der nachgezüchteten Bartagamen fällt er kaum auf und ist somit einer von viel zu vielen Echsen, die dann unter der unüberlegten Zucht leiden. Die Jungtiere beißen sich gegenseitig, verletzen sich an Schwänzen und Beinen schwer. Sie werden nicht adäquat versorgt und leiden oft an Mangelerkrankungen. Viele versterben schon in den ersten Monaten ihres Lebens. Nicht so Willi, der in der Auffangstation für Reptilien, München nun von sachkundigen erfahrenen Tierpflegern und Tierärzten betreut und versorgt wird.
Die Vermittlung von Bartagamen gestaltet sich immer schwerer. Wir müssen aktuell noch für mindestens 40 Bartagamen Plätze suchen. Dies ist leider sehr schwer, wenn man auf einer artgerechten Unterbringung besteht!
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