Dogdance: "Darf ich bitten?"

06.05.2012 - Anna Herzog, Organisatorin des Dogdance-Turniers in Dachau, erzählt über ihre "Tänzer" und gibt interessante Informationen rund um den attraktiven Hundesport.

Eigentlich hat der 7-jährige 'Balou' das Dogdance-Turnier nach Dachau geholt, denn ohne ihn wäre Anna Herzog, die Organisatorin der Veranstaltung, nicht auf diese Hundesportart gekommen. Als zweijähriger junger Draufgänger wollte er ordentlich beschäftigt werden und weil sein Frauchen schon viel über den neuen Hundesport gehört und gelesen hatte, meldete sie sich kurzerhand in einer Hundeschule zum gemeinsamen „Tanzen" an. 'Balou' war von Anfang an mit Feuereifer bei der Sache und das hat nicht nur für ihn, sondern auch für seine Tanzpartnerin Anna Herzog den Spaß vervielfacht.

Möp beim Tanzen´Das Möp´beim Dogdance mit Anna Herzog.

Doch richtig professionell wurde es erst, als 2008 ein zweiter Hund bei den Herzogs einzog. 'Das Möp', ein Shi-Tzu - Lhasa Apso - Yorki Mix, schien zum Tanzen geboren zu sein und inzwischen hat er sein Können mehrfach auf Turnieren unter Beweis gestellt.

Die Dogdance-begeisterte Anna Herzog sitzt inzwischen als offizielle Richterin des 'Dogdance International e.V.' öfter am Richtertisch, als mit ihren Hunden im Ring zu stehen. Das Training selbst und die Shows auf Veranstaltungen machen ihr und den Hunden aber nach wie vor großen Spaß. Mit dem mittlerweile dritten Hund im Bunde, der Border Collie – Hündin Lia, trainiert sie hauptsächlich Obedience. Da sich dies wunderbar mit Dogdance kombinieren lässt, schließt sie nicht aus, dass sie auch mit ihm irgendwann auf einem Turnier starten wird.

 Anna Herzog: „Das Besondere am Dogdance ist für mich, dass hier wirklich jedermann und "jederhund" mitmachen kann. Vom Training bis hin zur Choreografie, kann man alles dem Hund und seinem Können entsprechend erarbeiten und seine Stärken in den Vordergrund stellen. Es lohnt sich also wirklich für alle Hundebesitzer, die ihren Hund sinnvoll beschäftigen möchten, in diese Hundesportart hinein zu schnuppern.

Auf dem Dogdance Turnier in Dachau bekommt ihr die Möglichkeit euch ein großes, internationales Teilnehmerfeld anzusehen, Fragen zu stellen und euch über Trainingsmöglichkeiten oder weitere Turniere zu informieren. Wir freuen uns auf euch! "

 - Frau Herzog, wie kamen Sie auf die Idee ein Dogdance-Turnier auszurichten?

Da es bis vor einem Jahr noch recht wenig große Turniere in Deutschland gab und die Starter um jedes weitere froh sind, kam mir mehr oder weniger spontan die Idee, selbst mal ein Turnier auszurichten. Organisieren ging mir schon immer leicht von der Hand und ich habe einen großen Spaß daran. Dank meinem immer wachsenden Helfer-Team, verteilen sich die Aufgabenbereiche sehr gut, jeder hat seinen Part zu erledigen und somit ist es mir nun zum zweiten Mal möglich, ein derart großes Dogdance Turnier auszurichten.

- Woher kommen die Teilnehmer und wie viele werden in diesem Jahr erwartet?

Die meisten Teilnehmer kommen aus Deutschland, allerdings haben wir auch viele Starter aus der Schweiz, ein paar aus Österreich, Italien, Holland und sogar eine russische Starterin. Insgesamt erwarten wir 160 Teilnehmer, also gut 40 mehr als das Jahr zuvor.

- Gibt es verschiedene Klassen, in denen die Hunde auftreten?

Ja, die gibt es. In dem Reglement von "Dogdance International e.V." (DDI), nach dem das Turnier in Dachau ausgerichtet wird, werden erst einmal grob zwei Bereiche unterschieden. Die "Fun-Klassen" und die "offiziellen Klassen". In den Fun-Klassen ist Bestätigung des Hundes während dem Tanz erlaubt und sogar erwünscht. Hier geht es darum, seinem Vierbeiner ein gutes Gefühl im Ring zu vermitteln und gemeinsam Spaß zu haben. In den offiziellen Klassen darf keine Belohnung mit in den Ring genommen werden, der Hund muss also eine ganze Choreographie lang, konzentriert mitarbeiten und bekommt im Anschluss seine große Belohnung außerhalb des Ringes.

Die Fun-Klassen werden nochmals unterteilt in Beginner (Teams, die das erste Mal starten), Junioren (Teilnehmer bis 16 Jahre), Senioren (Hund ab 8 Jahren und/oder Mensch ab 60 Jahren), Handicap (Hund und/oder Mensch mit körperlichem Handicap), Trio (1 Mensch, 2 Hunde), Quarett (2 Menschen, 2 Hunde), Gruppen (mehr als 2 Menschen mit mehr als 2 Hunden) und Open (für alle offen, unabhängig vom Leistungsstand).

Die offiziellen Klassen werden unterteilt in Klasse 1, Klasse 2 und Klasse 3 (man muss Aufstiegspunkte sammeln um in die nächsthöhere Klasse zu kommen - unterscheiden sich in Leistungsstand der Starter und in der Musiklänge). Dann gibt es auch hier Junioren, Senioren, Trio und Quartett. Die Klasse 'Gruppen' sind (noch) nicht offiziell.

- Woher kommt Dogdance und seit wann gibt es Turniere?

Dogdance entwickelte sich in mehreren Ländern fast zeitnah - den Ursprung hat es allerdings in den USA, wo auf Obedience Wettkämpfen Musik gespielt wurde und die ersten Teams ihre Fußarbeit mit Tricks "aufgepeppt" haben. Die ersten Dogdance Turniere in Deutschland gab es in den 1990ern, allerdings wuchs die Hundesportart erst mit den Jahren, somit wurden die Turniere auch erst langsam größer und populärer. Heute werden fast schon monatlich Turniere angeboten und es werden immer mehr.

- Gibt es eine Hunderasse, die besonders häufig vertreten ist, weil es die besten Tänzer sind?

Ganz klar - nein!

- Kann jeder Hund "tanzen" oder gibt es rasse-, alters- oder größenbedingte Einschränkungen?

Das ist das einzigartige an Dogdance - wirklich jeder Hund kann tanzen! Da es keine Pflichtelemente oder anderweitige Voraussetzungen gibt, kann jeder mit seinem Hund teilnehmen und Tricks, Fußarbeit, wie auch die ganze Choreo komplett dem Können seines Hundes anpassen.

- Ab welchem Alter beginnt man am besten mit dem Training?

Die Basis kann und sollte man schon recht früh legen. An sich kann ein gut trainierter Hund später in jede Hundesportart einsteigen - die Grundfertigkeiten sind allgemein und sollten auch anfangs nicht spezifisch trainiert werden. Ein paar Tricks und die Fußarbeit kann man, natürlich immer "altersgerecht" (also nicht lang und mit einer hoher Belohnungs-Rate) schon mit seinem Junghund einüben. Das wichtigste ist immer die Motivation des Hundes - wenn er Spaß an der Arbeit hat, ist das Erlernen von Elementen später keine allzu große Schwierigkeit mehr.

Anna Herzog beim Dogdance- Wieviel Trainingszeit braucht Frauchen oder Herrchen, um mit seinem Hund eine kleine Choreographie einzustudieren?

Die Frage ist sehr gut gestellt... in der Regel brauchen Frauchen oder Herrchen tatsächlich länger als der Hund Wenn man soweit ist, eine Choreografie einstudieren zu wollen, sollte man diese erstmal ohne Hund üben, damit man nicht mehr allzu viel über den Ablauf nachdenken muss und sich später auf seinen Hund konzentrieren kann. Parallel dazu, kann man mit dem Hund bereits einzelne Sequenzen der Choreo trainieren und diese nach und nach zusammensetzen. Für die erste Choreographie empfiehlt es sich, ein kurzes Lied zu nehmen um den Hund bei seinem ersten Turnierstart nicht zu überfordern.

- Wo kann man Dogdance lernen? Bieten das auch normale Hundeschulen an?

Inzwischen bieten nahezu alle Hundeschulen Dogdance an, allerdings sollte man sich diese Sportart als Interessent immer erstmal ohne Hund ansehen, um sich ein Bild vom Training machen zu können. Wenn einem der Kurs zusagt, der Trainier sympathisch ist und die teilnehmenden Hunde sichtbar Spaß an der Arbeit haben, sind das die besten Voraussetzungen, um dauerhaft kompetente Unterstützung zu bekommen und mit seinem Hund erfolgreich zu sein.

U. Makrewitz

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