Reptilienauffangstation: Ausgesetzte Bartagamen stammen angeblich „aus guter Haltung"

12. 09.12 - Wieder wurden Tiere einfach vor die Tür der Reptilienauffangstation gestellt. Sieben teils erheblich verletzte Bartagamen wurden auf diese Weise „entsorgt".

Die Münchner Auffangstation für Reptilien ist deutschlandweit einzigartig. Sie besteht bereits seit 10 Jahren, doch in der letzten Zeit wurde berichtet, dass ihr Fortbestehen nicht mehr gewährleistet ist, da sie räumlich und finanziell an ihre Grenzen stößt. Seit kurzem gibt es deswegen ein Aufnahmestopp.

Hinweis auf "gute Haltung"Drei Bartagame im Folienbehälter

Davon unbeeindruckt hat vor kurzem ein „Reptilienfreund" sieben Bartagamen vor der Auffangstation ausgesetzt. Die Tiere wurden im Bürobereich in mehreren Styroporkisten, brav einzeln in "liebevoll" beschrifteten Kunststoffdosen untergebracht und vor der Türe abgestellt. Besonders frech war der dabei angebrachte Hinweis des unverantwortlichen Besitzers: „Tiere stammen aus guter Haltung". Und dies, obwohl die Tiere teilweise erhebliche, bereits aus der Ferne ersichtliche Verletzungen an den Beinen aufweisen.

 

Bartagame mit schwarzem abgestorbenem BeinDie Auffangstation berichtet über die Verletzungen: 

Einem Tier fehlt eine Pfote bereits völlig, ein weiteres hat bis in den Bereich des Oberarmes erhebliche, alte und bereits brandige und faulige Bissverletzungen, die eine Amputation zwingend erforderlich machen. Auch die Schwanzspitze ist durch mehrere alte Bisse bereits dabei abzusterben. Das gesamte betroffene Bein ist schwarz verfärbt und nässend geschwollen. Die sicher hochgradig schmerzhaften Verletzungen sind klar auf Beißereien zurückzuführen und betreffen nicht nur die Haut, sondern die gesamte Muskulatur und den Knochen. Das gesamte Bein riecht nach faulem Aas was den bereits lange andauernden Zustand belegt. Zudem fanden sich in den untersuchten Kotproben der Tiere enorm hohe Mengen an Würmern, was die vorhergegangene „gute Haltung" ebenso relativieren dürfte, wie die Verstopfungen aus Sand in den Därmen der Tiere und deren eher als verwahrlost anzusprechender Gesamtzustand. Die Reptilienauffangstation hat wegen der Aussetzung der Tiere Anzeige bei der Polizei erstattet und hofft, dass die Person gesehen wurde und evtl. ermittelt werden kann.

In der Auffangstation ist man der Meinung, dass es letztlich jedoch primär traurig und bedenklich, dass Tiere einfach abgestellt und entsorgt werden, da doch eine Abgabe ohne Weiteres grundsätzlich und ggf. zeitnah möglich und weit ehrenhafter gewesen wäre.

Quelle und Fotos: Auffangstation für Reptilien e.V.

 

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