Zwei kleine Moschusschildkröten in einem Eimer ausgesetzt

Am 14. 07.13 wurden in einem Park zwei Schildkröten gefunden. Sie landeten glücklicherweise durch den tierfreundliche  Finder in der Reptilienauffangstation, wo jedes Jahr zur Ferienzeit wieder das Problem mit ausgesetzten Tieren auftritt.

Ein Familienvater fand den gelben, mit ein wenig Sand gefüllten Eimer, wie er für Fertiglebensmittel verwendet wird, im Park an der Wintersteinstraße im Münchener Hasenbergl. Zum Glück erkannte der Mann, dass im Sand zwei kleine Moschusschildkröten vergraben waren. Er nahm sie mit nach Hause, gab ihnen zu trinken und alarmierte den Notdienst der Auffangstation für Reptilien an. Der diensthabende Tierarzt holte die Tiere ab, um sie zu untersuchen und kurzfristig unterzubringen und zu versorgen.

Moschusschildkröte

Urlaubszeit, Reisezeit - weg mit dem Haustier!

In der Auffangstation für Reptilien kennt man dieses Problem leider zur Genüge, denn alle Jahre wieder summiert sich in der Ferienzeit die Anzahl der ausgesetzten oder zurückgelassenen Tiere. Neben Hunden, Katzen und Kaninchen sind es auch oft exotische Tiere, derer man sich vor dem Urlaub kurzerhand „entledigt".

Allzu oft wird leichtfertig ein Haustier angeschafft

Ohne große Hindernisse und Vorkenntnisse und manchmal auch zum kleinen Preis können Haustiere eingekauft werden. Über die Bedürfnisse der Tiere ist den neuen Besitzern meist wenig bekannt. Oft wird das angeschaffte Tier schnell zur Last, denn auch Reptilien haben erhebliche Ansprüche. Sie kosten im Unterhalt Geld und machen Arbeit, womit vorher offensichtlich niemand gerechnet hat  ...

In der Urlaubszeit stören die Tiere dann

Wenn dann der Urlaub ansteht, hat man vielleicht niemanden, der das Tier versorgen kann und will das Geld für eine Unterbringung nicht ausgeben. Dann ist das exotische Haustier oft nur mehr „lästig" und es wird einfach ausgesetzt. Man entlässt es in die vermeintliche große Freiheit eines Parks, eines Gewässers oder stellt es im Eimer in den Park, hoffend, dass sich jemand des verlassenen Tieres erbarmt.

Tiere als Wegwerfware

Dies zeugt, egal, ob bei klassischen Heimtieren oder bei Exoten, wie Schildkröten, Leguanen, Schlangen und Vögeln, Vogelspinnen usw., von der Verantwortungslosigkeit der Herrchen und Frauchen, die ein Lebewesen billig und oft aus einer Laune heraus und sich ihrer entledigen, wie man es mit aus der Mode gekommener Kleidung machen würde: Wegwerfen ist die Devise.
Wohl dem Tier, das vor einem Tierheim oder einer Auffangstation ausgesetzt und rasch versorgt wird. Doch das ist selten der Fall.

Das Aussetzen von Tieren ist kein Kavaliersdelikt

Sich durch Aussetzen seines Tieres zu entledigen - dabei handelt es sich juristisch um einen Verbotstatbestand im Tierschutzgesetz, der Folgen haben kann und muss. Die Reptilienauffangstation hat Strafanzeige erstattet und hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung, die ggf. zur Aufklärung des Falles beitragen können.

In der Auffangstation für Reptilien e.V. hofft man, für die beiden „Findlinge" einen guten Platz bei einem zuverlässigen Tierhalter zu finden. Bis dahin wären die zwei kleinen Schildkröten sicherlich froh über den einen oder anderen Paten, denn Behörden kommen für die entstehenden Kosten für ausgesetzte Tiere in der Regel nicht auf.

 Quelle: Auffangstation für Reptilien, München e.V.

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