Reptilienauffangstation: Kranke Leguan-Dame ist „Tier des Monats“

Das Leguanweibchen hatte Glück im Unglück, denn es wurde nach 8-jähriger Haltung von seinem Besitzer aus privaten Gründen abgeben. In der Reptilienauffangstation wurde glücklicherweise schnell erkannt, dass das Tier unter den Schuppen einen massiven Parasitenbefall hat.

Grüner Leguan mit Parasitenbefall 07.02.2014 - Der Tierhalter hatte den Parasitenbefall nicht bemerkt, er freute sich sogar über die „roten Flecken“ und fand sie „recht hübsch“. Bei der üblichen Eingangsuntersuchung stellte man in der Auffangstation für Reptilien aber schnell fest, dass die „hübschen roten Flecken“, die am ganzen Körper verteilt waren, keine besondere Farbform darstellten, sondern Unmengen an klitzekleinen blutsaugenden roten Schlangenmilben waren. Die Leguan-Dame muss unter dem starkem Juckreiz sehr gelitten haben.

Schlechte Haltung kann auch zu Verstümmelung führen

Weder die Parasiten, die sein Tier quälten, noch die massiven Häutungsreste oder der kaum noch vorhandene Kamm und die deutlichen Wundliegegeschwüre (Dekubitusverletzungen) fielen dem Besitzer auf. Zudem sind fast alle Zehen des Leguans verstümmelt und eingeschnürt bzw. deformiert. Das alles deutet auf eine sehr schlechte  Haltung hin -  wie z.B. auch bei dem Brillenkaiman im letzten Jahr...

Behandlung in der Reptilienauffangstation

In der Reptilienauffangstation behandelt man nun das Tier und kümmert sich um seine verschiedenen Leiden. Zu allererst wurde das Leguanweibchen von seinen kleinen Plagegeistern befreit. Außerdem wurden die schlecht gehäuteten Stellen manuell gesäubert, die teilweise abgestorbenen Dekubitusstellen mussten sogar chirurgisch behandelt werden. Zurzeit wird es in der Quarantänestation weiter mit Medikamenten behandelt werden, darf frischen Salat fressen und tägliche Bäder genießen.

Der kranke Leguan

Reptilienhaltung oft ohne nötiges Wissen

Leider kommt es immer wieder vor, dass Halter, die eigentlich ihren Tieren nichts Schlechtes wollen, nicht erkennen, dass das Tier erkrankt ist, Schmerzen hat und leidet. Wer sich ein Reptil anschafft, sollte sich unbedingt entsprechend vorher informieren. In der Reptilienauffangstation ist man durch ständige Aufklärungsarbeit, Wissensvermittlung und Öffentlichkeitsarbeit dabei, diesen Missständen entgegenzuwirken. Bei Führungen durch die Auffangstation, Beratungsgespräche und Anfragen per Telefon oder Mail bietet man dort gute Möglichkeiten, sein Wissen über Reptilien zu erweitern.

Quelle: Auffangstation für Reptilien, München

 

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