Drill-Baby Pinto begeistert die Besucher im Tierpark Hellabrunn 

Einen Monat alt ist der kleine Drill erst und schon hat er viele Fans im Münchner Tierpark. Innerhalb von nur zwei Jahren sind in Hellabrunn vier Drill-Babys geboren worden. Inklusive des kleinen Pinto besteht die  Hellabrunner Drill-Gruppe nun aus sieben Mitgliedern. Mit der Zucht der Drills und dem Engagement für frei lebende Drills leistet Hellabrunn einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Art.

Der Drill-Junge Pinto kam am 24. Juni 15 zur Welt. Seine Mutter Kaduna (10 Jahre) ist mittlerweile sehr erfahren im Umgang mit Nachwuchs, denn dies ist bereits ihr drittes Baby. Und so fühlt sich Pinto recht wohl bei seiner Mama. Er klammert sich an ihr fest, versteckt sich an ihrem Bauch, bewegt sich ein paar Schritte von ihr weg, kommt dann aber auch schnell wieder, um sich an Mamas Milchbar zu stärken. Das aufgeweckte Drill-Baby ist ganz schnell schon zum Publikumsliebling geworden, denn es ist nicht nur drollig, sondern es sieht auch zuckersüß aus mit seinen abstehenden Ohren und den zu Berge stehenden Haaren.

 Drill-Jungtier Pinto im Tierpark Hellabrunn 2015

Da das Nesthäkchen sehr viel Muttermilch zu sich nimmt, frisst Kaduna zurzeit am liebsten kräftigende Nahrung wie zum Beispiel Bananen und eiweißreiche Pellets. Kleine Drills wie Pinto werden bis zu einem Jahr lang gesäugt, probieren aber auch schon im Alter von wenigen Monaten gerne feste Kost. Ausgewachsene Drills fressen in Hellabrunn hauptsächlich Gemüse (Salat, Lauch) und alle möglichen Obstarten.

Drill-Baby Pinto mit Mama Kaduna

Die  Hellabrunner Drill-Gruppe

Mittlerweile besteht die Hellabrunner Drill-Gruppe aus sieben Mitgliedern:

„Clanchef“ Bakut (12 Jahre) – Vater der Jungtiere

Die Schwestern Kaduna (10 Jahre) und Afi (9 Jahre)

der Nachwuchs von Kaduna: Nepumuk (2 Jahre), Oneto (11 Monate) und Pinto (1 Monat)

und der Sohn von Afi: Napongo (2 Jahre)

Die Drill-Gruppe lebt in der Hellabrunner Affenwelt, wo ihr eine neu gestaltete Außenanlage mit naturnahen Felswänden und Klettermöglichkeiten, vielen Pflanzen und einem Wasserlauf zur Verfügung steht.

Drills zählen zu den bedrohtesten Affenarten der Welt

Zoodirektor Rasem Baban freut sich über den das Affenbaby: „Innerhalb von nur zwei Jahren sind in Hellabrunn vier Drill-Babys geboren. Auf diese Zuchterfolge sind wir besonders stolz, da die Drills zu den bedrohtesten Affenarten der Welt zählen.“

In Europa leben weniger als 70 Drills in 16 Zoos. Hellabrunn führt das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) sowie das Internationale Zuchtbuch (ISB) für die Affenart. Zudem ist der Münchner Tierpark Mitglied im Verein „Rettet den Drill", der das Projekt „Pandrillus" in Nigeria und Kamerun unterstützt. Mit der Zucht der Drills und dem Engagement für frei lebende Drills leistet Hellabrunn einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Art.

Die IUCN (International Union for Conservation of Nature) hat den Drill in die Rote Liste der weltweit bedrohtesten Arten aufgenommen. In seinem Lebensraum in den tropischen Regenwäldern von Kamerun, Nigeria, Gabun und auf der Insel Bioko wird der Bestand heute nur noch auf etwa 3.500 Tiere geschätzt. Der Lebensraum der Drills ist kleiner als die Schweiz. Auch die fortschreitende Abholzung und die schonungslose Jagd auf diese Affenart tragen zu ihrer starken Gefährdung bei.

Quelle: Tierpark Hellabrunn/ 22.07.2015

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