Wer will mich? – „Außenstelle“ der Reptilienauffangstation bei Fressnapf

Die Auffangstation für Reptilien platzt aus allen Nähten, viele Tiere könnten vermittelt werden. Durch eine Kooperation mit Fressnapf wurde am 19.09.16 im XXL-Markt in der Lotte-Branz-Straße das deutschlandweit einzigartige Pilotprojekt einer „Adoptierstube“ für Exoten gestartet.

Fressnapf bietet damit der Auffangstation eine Vermittlungsmöglichkeit genau da an, wo auch potentielle Interessenten zu finden sind.
Die Eröffnung der "Adoptierstube" bringt für die Auffangstation für Reptilien, München e.V. gleich mehere Vorteile: sie hat eine neue Möglichkeit der Präsentation und somit auch der Vermittlung der Exoten, kann ihre Aufklärungsarbeit ausweiten und wird gleichzeitig räumlich entlastet. Der Fressnapf-Markt im Euro-Industriepark verzichtet auf den Verkauf eigener Reptilien und die Auffangstation nutzt die frei gewordenen und professionell eingerichteten Anlagen unentgeltlich. Auch die Vermittlungsgebühren kommen ohne Abzüge der Auffangstation zugute.
Die geschulten Fressnapf-Mitarbeiter können bereits die ersten Fragen klären. Die Vermittlung übernimmt dann aber die Reptilienauffangstation zu den dort geltenden Kriterien. Dabei steht die Beratung im Vordergrund und die Klärung der Fragen: Was muss man bei der Haltung berücksichtigen? Wie alt wird das Tier? Welche laufenden Kosten entstehen?
Patrick Boncourt aus der Auffangstation: „Die Käufer müssen sich mit dem Thema auseinandersetzen und die Haltung vorbereiten, bevor sie das Tier abholen.“ 

Wer wohnt in den Terrarien?

Im Fressnapf-Markt im Euroindustriepark werden nur Tiere vermittelt, die in jeder Hinsicht unbedenklich sind. Das sind z.B. Bartagame, Wasseragame, Kornnatter, Königsnatter, Schönnatter, Moschusschildkröte, (als unbedenklich eingestufte) Skorpione, Landkrabben und Insekten.

Zwei Mitarbeiter von Reptilienauffangstation und Fressnapf setzen eine Schönnatter ins TerrariumSchönnatter im TerrariumWasseragame  Bartagame "Jack" - einer der ersten in der Adoptierstube bei Fressnapf

Auf der großen Schautafel findet man kurze Erstinformationen über die Bewohner der Adoptierstube. Die Auffangstation für Reptilien will in Zukunft auch regelmäßig im Markt mit einem Infostand präsent sein, um Kunden über die Haltung von Exoten aufzuklären und Fragen zu beantworten.
In der Terraristik ist eine sorgfältige Versorgung und Vermittlung der Tiere nicht so einfach, weil sich dabei neben räumlichen auch große technische, haltungs- und versorgungsrelevante Anforderungen stellen.

Die Schautafel zeigt alle Bewohner der Adoptierstube

Gezielt "Adoptiveltern" finden unter den Fressnapf-Kunden

Dr. Markus Baur, Stationsleiter der Auffangstation für Reptilien, München e.V., ist dankbar über die Kooperation: "Wir haben im Schnitt 500 - 600 Tiere bei uns an der Kaulbachstraße. Die Anlage im Fressnapf-Markt bietet uns die Chance, ganz gezielt neue mögliche Tierhalter für eine Vermittlung unserer Reptilien ansprechen zu können".

Gruppenbild bei der Einweihung der Adoptierstube

„Wir sind froh und glücklich mit unserer Entscheidung, unsere professionelle Anlage künftig unentgeltlich der Auffangstation als langjährigem Partner zur Verfügung zu stellen“, betonen Günter Arndt und Matthias Ullwig als Inhaber des Fressnapf-Marktes an der Lotte Branz Straße.

Die Terrarien in der Adoptierstube bei Fressnapf-XXL

Patrick Boncourt, Sprecher der Reptilienauffangstation, freut sich sehr, dass der Verein mit Fressnapf einen wichtigen und kompetenten Partner im Einzelhandel gewinnen konnte. Dies ermöglicht es, die Problematik mit der die Auffangstation jeden Tag zu kämpfen hat, direkt an der Wurzel zu packen. Er meint: "Die Interessenten werden hier bereits im Vorfeld über die hohen Ansprüche der Tiere aufgeklärt. Eilig und durch einen schnellen Kaufimpuls erworbene Tiere landen leider allzuoft bei uns in der Auffangstation, weil sie von überforderten Besitzern ausgesetzt oder abgegeben wurden. “

Seit 2001 gibt es die Auffangstation für Reptilien, München e.V. und Jahr für Jahr werden es mehr Tiere, um die sie sich kümmern muss. Es sind Fundtiere oder Tiere, die von den Behörden wegen tierquälerischer Haltung beschlagnahmt oder wegen Todesfällen, Scheidung oder Überforderung der Halter abgegeben wurden. Sowohl räumlich als auch finanziell wird es immer schwieriger, die jährlich über 1.200 abgelieferten  Reptilien unterzubringen und zu versorgen. Zwar können ca. 70 % der Tiere vermittelt werden, doch die Auffangstation an der Kaulbachstraße ist mit Tieren buchstäblich voll bis unters Dach und kämpft ständig ums Überleben.

Mit dem neuen Kooperationspartner Fressnapf könnte eine Entlastung geschaffen werden, die den Tieren und der Auffangstation im doppelten Sinne zugute kommt!

 

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