Elefantin Temi wird wieder Mama

Große Freude in Hellabrunn: Die Elefantenkuh Temi erwartet wieder Nachwuchs. Ihr erstes Kalb war der 2011 geborene Lieblingselefant der Münchner Tierparkbesucher, der kleine Ludwig. Die Geburt für Temis zweiten Nachwuchs ist für Herbst 2020 berechnet worden.

02.08.2019 Seit Anfang des Jahres ist Temi schon trächtig. Das weiß man dank regelmäßiger Blutabnahmen, bei denen Schwangerschaftshormone eindeutig nachgewiesen wurden. „Dank des erfolgreichen Medical Trainings bei den Elefanten können die Tierpfleger ganz unkompliziert und in regelmäßigen Abständen bei Temi Blut- und Urinproben nehmen – mit diesen Proben erhalten wir dann zuverlässige Werte zur Trächtigkeit und konnten so auch den ungefähren Geburtstermin ermitteln“, erklärt die für Elefanten zuständige Kuratorin Beatrix Köhler.

Elefant Temi im Tierpark Hellabrunn

Papa des erwarteten Nachwuchses ist der Elefantenbulle Gajendra, der vor zwei Jahren wieder nach München zurückgekommen ist, nachdem er wegen des Elefantenhaus-Umbaus ein paar Jahre in anderen Zoos untergebracht war.

Temi und Gajendra sind auch schon die Eltern von Ludwig, dem kleinen „Wiggerl“, der als Vierjähriger 2015 in eine Jungbullen-Gruppe nach Heidelberg umgezogen ist.

Elefantenkühe haben lange Tragzeiten

Bei Asiatischen Elefanten beträgt die Tragzeit bis zu 22 Monate, bei der Geburt wiegt ein Kalb durchschnittlich 100 Kilogramm. „Wann genau der Nachwuchs zur Welt kommt, lässt sich nur schwer vorhersagen, da die Tragzeit von Tier zu Tier sehr variieren kann“, so Beatrix Köhler und weiter: „Ludwig kam 2011 nach 670 Tagen Tragzeit zur Welt – bei Temis zweitem Jungtier gehen wir aktuell von einer Geburt im Herbst 2020 aus.“

Zeit für Vorbereitungen in Hellabrunn

Bis dahin werden im Hellabrunner Elefantenhaus noch einige Vorbereitungen getroffen. „Da die Elefanten seit der Sanierung des Hauses im sogenannten „geschützten Kontakt“ gepflegt werden, wird die Geburt für die Tierpfleger eine ganz neue Situation, für die wir die bestmöglichen Vorkehrungen treffen möchten“, erklärt Tierpark-Direktor Rasem Baban. Dazu gehört auch, das Haus und die Anlagen auf Schlupflöcher für kleine Elefanten zu überprüfen und diese auszubessern. „Es gibt die ein oder andere Stelle im Haus, durch die ein erwachsener Elefanten höchstens mit dem Rüssel durchkommt, die jedoch für einen kleinen Elefanten kein Hindernis darstellt“, so Rasem Baban.

Die Hellabrunner Elefantenherde

Auch zukünftig werden die Hellabrunner Elefantenkühe Panang, Mangala und Temi gemeinsame Zeit mit Gajendra verbringen können – weiterer Nachwuchs ist also nicht ausgeschlossen. Die Aufnahme weiterer Elefanten von anderen Zoos, steht in Hellabrunn aber aktuell nicht zur Diskussion.

Quelle: Tierpark Hellabrunn

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