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Hundefutter-Etiketten: Ein Leitfaden durch den Dschungel der Analysewerte

Habt ihr euch jemals gefragt, was all diese kryptischen Begriffe auf den Etiketten eures Hundefutters bedeuten? Von "Rohprotein" über "Rohfett" bis hin zu "Rohasche" – es scheint, als würde eine ganze geheime Welt hinter diesen Angaben verborgen bleiben. Lasst uns gemeinsam in diese Welt eintauchen und die mysteriösen Zahlen und Begriffe entschlüsseln!

Edenfood, Partner von Tierportal München, erklärt die fünf wichtigsten Begriffe auf der Futterdose.

Die Weender Analyse: Ein Blick hinter die Kulissen

In der EU müssen alle Inhaltsstoffe im Hundefutter deklariert werden, und das geschieht durch die Weender-Futtermittelanalyse. Diese Methode hat ihren Ursprung im 19. Jahrhundert im malerischen Weende, einem Stadtteil von Göttingen, und ist heute weltweit die Standardmethode zur Analyse von Futterinhaltsstoffen. Sie hilft uns informierten Hundebesitzern, die verschiedenen Sorten von Hundefutter grob zu vergleichen.

Rohprotein: Bausteine für starke Muskeln und gesunde Knochen

Rohprotein, auch bekannt als Eiweiß, ist ein wichtiger Bestandteil des Hundefutters. Es bildet die Bausteine für starke Muskeln und gesunde Knochen. Doch nicht alle Proteine sind gleich. Tierisches Eiweiß wird oft besser verdaut und ist für den Körper leichter zugänglich. Achtet darauf, dass der Proteingehalt den Bedürfnissen eures Hundes entspricht, um Mangelerscheinungen zu vermeiden. Die Menge an Rohprotein in Hundefutter sollte den individuellen Bedürfnissen des Hundes entsprechen und von hoher Qualität (Muskelfleisch) sein. Im Allgemeinen wird empfohlen, dass Nassfutter einen Proteingehalt von etwa 8-12% aufweisen sollte. Für Welpen im Wachstum oder sehr aktive Hunde kann der Proteinbedarf etwas höher sein.

Rohfette: Die Energiequelle für eure Vierbeiner

Fette sind nicht nur Treibstoff, sondern auch wichtig für Haut und Haare eurer Hunde. Achtet auf den Fettgehalt und besonders auf die essentiellen Fettsäuren, die für die Gesundheit unerlässlich sind. Die Menge an Rohfett in Hundefutter sollte ebenfalls den individuellen Bedürfnissen des Hundes entsprechen. Im Allgemeinen wird empfohlen, dass ein ausgewogenes Hundenassfutter einen Fettgehalt von etwa 4-6% aufweisen sollte. Für sehr aktive Hunde oder solche mit höherem Energiebedarf kann der Fettgehalt etwas höher sein.

Rohasche: Entscheidend für eine ausgewogene Ernährung

Rohasche klingt vielleicht nicht besonders appetitlich, aber sie ist entscheidend für eine ausgewogene Ernährung. Sie enthält Mineralien und Spurenelemente, die eure Hunde gesund und glücklich halten. Der Wert wird gemessen, wenn das Futter bei 550°C erhitzt und anschließend verbrannt wird. Die Überreste, die Asche, enthalten nur anorganische Substanzen wie Spurenelemente und Mineralien. Der Wert von Rohasche sollte bei einem Hunde Nassfutter bei ca. 1-3% liegen. Liegt der Wert hier zu niedrig, ist eine ausreichende Versorgung schwierig. Eine Überversorgung wirkt sich langfristig ebenfalls negativ aus.

Rohfaser: Für eine gesunde Verdauung

Rohfaser regt die Darmbewegung an und sorgt dafür, dass die Nahrung besser verdaut wird. Sie ist wichtig für eine gesunde Verdauung und kann viele Verdauungsprobleme lösen. Der optimale Rohfasergehalt variiert je nach den Bedürfnissen eures Hundes. Außerdem bleibt die Nahrung durch Ballaststoffe länger im Magen. Das führt zu einem länger anhaltenden Sättigungsgefühl. Es ist schwierig, einen optimalen Rohfasergehalt zu bestimmen. Jeder Hund hat andere Bedürfnisse. Im Durchschnitt sollte das Nassfutter 0,5 bis 1% haben. Hat dein Hund Blähungen, Verstopfung oder Probleme bei der Verdauung? Dann sollte er viel Rohfaser zu sich nehmen. Benötigt er hingegen viel Energie, sollte der Rohfasergehalt niedriger sein.

Feuchte: Der Wassergehalt des Futters

Der Feuchtigkeitsgehalt muss vom Hersteller nur angegeben werden, wenn er über 14% liegt. Er liegt bei Nassfutter typischerweise zwischen 70 und 85%. Je höher also der Feuchtegehalt des Futters ist, desto geringer ist die Trockensubstanz und umso mehr muss ich von diesem Futter füttern, um alle Nährstoffe abzudecken. Von einem Feuchtfutter mit einem vergleichsweise niedrigeren Feuchtegehalt muss der Tierbesitzer also weniger füttern.

NFE: Die Stickstofffreien Extraktstoffe

Zu den Stickstofffreien Extraktstoffen zählen Kohlenhydrate wie Stärke und Glykogen sowie die Anteile von pflanzlichen Zellwandbestandteilen. Sie sind wichtig für die Energieversorgung eurer Hunde und sollten ebenfalls in der Analyse berücksichtigt werden. Der NfE-Wert ist auf dem Etikett normalerweise nicht deklariert.

ENTWEDER
ihr bestimmt den NfE-Wert eures Hundefutters nach dieser Formel:
NfE = 100 - (Rohprotein + Rohfaser + Rohfett + Feuchte)

NfE-Wert wird mit dem Rechner ermittelt

ODER
ihr schaut hier im Tierportal auf den Energie/Kohlehydrat Rechner: NFE Rechner
Mit dem Rechner könnt ihr den Energiewert eures Futters anhand der Analysedaten errechnen und mit dem voraussichtlichen Energiebedarf deines Tieres vergleichen.

Über die Qualität der Rohstoffe sagen diese Werte allerdings nichts aus. Auch minderwertige Schlachtabfälle enthalten Proteine, nur sind diese für den Hund schlecht verwertbar und stellen keine Basis für eine gesunde Fütterung dar.
Dein Hund kann sich sein Futter nicht selbst aussuchen. So liegt es in deiner Verantwortung, für eine artgerechte und ausgewogene Ernährung deines Lieblings zu sorgen - für ein möglichst langes, gesundes und vitales Hundeleben.

Du hast einen sehr aktiven Hund, der einfach mehr Energie benötigt oder einen Hund der zunehmen sollte? Dann schau bei unserem Edenfood Bio Hundefutter mit einem hohen Fettanteil vorbei:
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