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Wasservergiftung bei Hunden: Spaß und Sicherheit im Sommer

Vorsicht beim Planschvergnügen! An heißen Sommertagen gibt es für Mensch und Hund nichts Schöneres, als im Wasser zu planschen. Was mit fröhlichem Toben beginnt, kann jedoch schnell gefährlich werden, wenn Hunde zu viel Wasser aufnehmen.

Hier erfahren Sie von Edenfood, Partner von Tierportal München, wie Sie eine Wasservergiftung bei Ihrem Hund vermeiden, welche Symptome darauf hinweisen und wie Sie im Ernstfall reagieren sollten.

Was versteht man unter einer Wasservergiftung?

Viele Menschen achten an heißen Tagen darauf, ausreichend zu trinken, um eine Austrocknung zu vermeiden. Weniger bekannt ist jedoch die Gefahr der Wasservergiftung, die auch Hunde betreffen kann. Dabei handelt es sich nicht um den Konsum von verunreinigtem Wasser, sondern um die Aufnahme von zu viel Wasser in kurzer Zeit. Diese sogenannte hypotone Hyperhydratation führt dazu, dass der Körper mit Wasser überflutet wird, was den Salzhaushalt durcheinanderbringt.

Hund trinkt Wasser im See | Wasservergiftung bei Hunden

Der gestörte Salzhaushalt

Wenn Hunde zu viel Wasser aufnehmen, übersteigt dies die Kapazität ihrer Nieren, das überschüssige Wasser auszuscheiden. Dadurch wird das Natrium im Blut stark verdünnt, was zu einer Hyponatriämie führt – einem zu niedrigen Natriumspiegel im Blut. Um den Elektrolythaushalt auszugleichen, beginnen die Körperzellen, Wasser einzulagern, was zu deren Anschwellen führt. Besonders gefährlich ist dies im Gehirn, wo der Druck durch die Schwellung neurologische Störungen verursachen kann.

Anzeichen einer Wasservergiftung bei Hunden

Eine Wasservergiftung äußert sich bei Hunden durch verschiedene Symptome. Dazu gehören:

  • Erschöpfung
  • Unruhe
  • Starkes Speicheln, Hecheln oder Erbrechen
  • Verweigerung von Futter und Wasser
  • Ein aufgeblähter Bauch
  • Blasse Schleimhäute
  • Erweiterte Pupillen

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Ihr Hund eine Wasservergiftung hat, und er zeigt bereits deutliche Symptome, suchen Sie umgehend einen Tierarzt oder eine Notfallklinik auf.

Wie groß ist das Risiko?

Die gute Nachricht ist, dass Wasservergiftungen bei Hunden seltener vorkommen als Austrocknungen. Dennoch sollten Hundehalter sich der Gefahr bewusst sein, besonders an heißen Tagen, wenn ihre Hunde viel im Wasser spielen. Um eine Wasservergiftung zu vermeiden, sollte ein Hund nicht mehr als ein Drittel seines Körpergewichts an Wasser aufnehmen. Bei einem Hund, der sechs Kilogramm wiegt, wären das etwa zwei Liter Wasser. Wenn ein Hund beim Spielen regelmäßig Wasser schluckt – etwa beim Schnappen nach einem Ball im Wasser oder Spielen mit dem Gartenschlauch – kann das schnell problematisch werden.

Prävention: So schützen Sie Ihren Hund

Vorbeugung ist einfach und effektiv. Beobachten Sie Ihren Hund beim Spielen mit Wasser und lassen Sie ihn nie unbeaufsichtigt, egal ob im Hundepool, am Teich oder Fluss. Planen Sie regelmäßige Pausen und Ruhephasen ein, um zu verhindern, dass Ihr Hund zu viel Wasser aufnimmt. Auch die Wahl des Spielzeugs spielt eine Rolle: Ein großer Ball, der aus dem Wasser gefischt wird, führt zu einer größeren Wasseraufnahme als eine flache Frisbee. Das Tauchen nach Spielzeugen sollte generell vermieden werden.

Frau mit Hund am Badesteg | Wasservergiftung bei Hunden

Fazit: Sichere Wasserfreuden für Hunde

Hunde lieben das Spielen im Wasser, besonders an heißen Sommertagen. Als verantwortungsvoller Hundehalter ist es wichtig, die potenziellen Gefahren zu kennen und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Mit der richtigen Aufmerksamkeit und Vorsicht kann Ihr Hund den Badespaß sicher genießen.