Therapiehunde: Anregung und Balsam für die Seele

24.04.2009 - Einmal in der Woche besucht Therapiehündin Nele die demenzkranke Barbara. Wenn Barbara den Hund streichelt oder von ihm angestupst wird, flackern bei der Seniorin alte Erinnerungen auf, denn auf dem Hof ihrer Eltern lebte ein Schäferhund, als sie klein war. Die Stunde mit Nele in der tiergestützten Therapie erlöst Barbara von ihrem grauen Alltag und lässt sie wieder Lebensfreude spüren. 

Wie funktioniert eine Therapie mit Hunden?

Hunde eignen sich besonders für eine solche Therapie, weil sie sehr menschbezogen sind und schnell eine soziale Bindung und emotionale Beziehung aufbauen. Sie zeigen sich offen gegenüber jedem, ob jung oder alt, gesund, krank oder behindert.

Wo kommen Therapiehunde zum Einsatz?

Ihr Arbeitsfeld ist weitläufig: Therapiehunde arbeiten zum Beispiel als Co-Therapeuten in der Psycho-, Ergo- oder Sprachtherapie, in Kliniken, Seniorenheimen, Kinder- und Jugendeinrichtungen oder auch direkt in einer Familie oder bei einem Patienten zu Hause. Hund und Halter müssen dazu eine Ausbildung absolviert haben. Manchmal ist der Therapeut selbst auch der Hundeführer, in anderen Fällen wird ein Mensch-Hund-Team für therapeutische Zwecke gebucht. Ein Therapiehund ist nie pausenlos im Einsatz. Er ist eigentlich ein ganz normaler Familienhund, der wenige Stunden in der Woche mit Menschen „arbeitet".

Was leistet ein Therapiehund?

Manchmal genügt schon die bloße Anwesenheit eines Vierbeiners, damit sich ein Patient im Wachkoma entspannt oder ein Kind sich auf seine Sprachtherapie konzentrieren kann. Der Hund ist immer in den therapeutischen Prozess eingebunden, er muss ihn aber nicht aktiv vorantreiben. Eine Berührung hier, ein Schnuppern da oder das wiederholte Auffordern zum Spielen können bei Menschen Türen öffnen. Sie werden kommunikativer, aufmerksamer, selbstbewusster, lassen plötzlich Körperkontakt zu. Das Tier hilft ihnen, Angst, Stress, Spannungen, Unsicherheiten ab- und Vertrauen aufzubauen. Es fördert Einfühlungsvermögen, soziale Kompetenz, Regelverständnis, Motivation und Motorik. Nicht zuletzt können Hunde ein Gefühl der Wärme und Geborgenheit vermitteln.

Seniorin mit Therapiehund

Wer eignet sich als Therapiehund?

Hunde jeder Rasse können Co-Therapeuten werden. Wichtig ist, dass sie gesund, ausgeglichen und menschbezogen sind. Sie dürfen sich weder durch Reize, Umwelteinflüsse oder unvorhersehbares menschliches Verhalten gleich aus der Ruhe bringen lassen noch ängstlich sein. Ein gutes Verhältnis zum Hundehalter ist für die therapeutische Arbeit sehr wichtig.

Was unterscheidet einen Therapiehund von anderen tierischen Begleitern?

Mit dem Einsatz eines vierbeinigen Co-Therapeuten ist ein Ziel verknüpft: Im Rahmen der medizinischen oder therapeutischen Behandlung wird vorher festgelegt, was der Hund beim Patienten bewirken soll. Die Ergebnisse werden dann dokumentiert. Hunde, die hin und wieder einfach so ein Seniorenheim besuchen oder dauerhaft dort leben, sind keine Therapiehunde, sondern wichtige Sozialpartner. Auch Assistenzhunde für Blinde oder behinderte Menschen haben eine andere Funktion und erhalten eine andere Ausbildung.

Quelle: Fressnapf Tiernahrungs GmbH

 

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