Viele Fischbabys in Hellabrunn

Die Innenräume des Tierparks sind zurzeit Corona-bedingt alle noch geschlossen. Es tut sich aber einiges hinter den Türen, bzw. in den Aquarien. Hellabrunn meldet erfreuliche Zuchterfolge und so tummeln sich zahlreiche Fischbabys in den Becken und hinter den Kulissen des Aquariums.

München, 24.06.2021 - In Hellabrunn gibt es derzeit bei mindestens zehn verschiedenen Fischarten Nachwuchs – die kleinsten davon sind gerade einmal so groß wie ein Stecknadelkopf, die größten schon tellergroß. Die wohl bekanntesten Fischarten sind dabei die Seepferdchen, Clownfische und Leopold-Stechrochen.

Clownfisch

 

Erfolgreiche Zuchten

Bereits seit vielen Jahren züchtet der Tierpark erfolgreich diese südamerikanische Rochenart und koordiniert das Monitoring in europäischen Zoos und Aquarien. Aber auch bei zwei Regenbogenfisch-Arten sowie Buntbarschen und Welsen sind in den letzten Wochen und Monaten erfolgreich Nachzuchten gelungen. „Ganz besonders freut uns der Nachwuchs bei den Langschnäuzigen Seepferdchen, weil die Zucht dieser Art anspruchsvoll ist und der Bestand zudem in der Natur gefährdet ist“, erklärt Lena Bockreiß, die zuständige Kuratorin für das Aquarium.

Boesemans Regenbogenfisch

Auf die „Kleinen“ wird aufgepasst

Viele der Fisch-Babys sind in Aufzuchtbecken hinter den Kulissen untergebracht und daher leider für die Besucherinnen und Besucher nicht zu sehen. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass der Nachwuchs für Mitbewohner in den Becken im Aquarium oft leichtes Fressen wäre und sie daher bis zu einer gewissen Größe in einem geschützten Becken aufwachsen. Zudem lässt sich die Entwicklung des Nachwuchses bei der zum Teil sehr kleinen Größe der Fische besser in klaren und wenig bepflanzten Becken beobachten. Ganz aktuell sind vor wenigen Tagen Jungtiere bei Banggai-Kardinalbarsch, Clownfisch und Tigerschwanz-Seepferdchen geschlüpft. Diese Seepferdchen-Art lebt erst seit Kurzem in Hellabrunn. Umso erfreulich ist es, dass es dort bereits Nachwuchs gibt.

Rothauben-Erdfresser

Außerdem freut sich Hellabrunn noch über Zuwachs bei den Langschnäuzigen Seepferdchen, welcher inzwischen schon etwa drei Zentimeter groß ist. „Wir drücken die Daumen, dass es auch ein Großteil der Tigerschwanz-Seepferdchen schafft zu wachsen. Gerade bei Meerwasserfischen, wie den Seepferdchen, ist die Nachzucht nicht ganz einfach – es bedarf einige Faktoren, die stimmen müssen, damit die Tiere die ersten Tage überleben. Doch ich bin zuversichtlich, dass wir dies Dank der tollen Arbeit des Aquarium-Teams schaffen“, so Lena Bockreiß. Dazu gehört neben Licht und Wassertemperatur auch die richtige Menge von Plankton im Wasser, von dem sich die Seepferdchen-Babys ernähren.

Langschnäuziges Seepferdchen

Die besucherfreie Zeit wurde genutzt

In den nächsten Wochen wird der Bestand im Aquarium auch mit neuen Fischarten bereichert. „Da wir aufgrund der Pandemie das Aquarium nun schon über ein Jahr geschlossen haben, haben wir diese Zeit genutzt, um einige bauliche Punkte auszubessern und den Bestand aufzufrischen. Ich freue mich, wenn – hoffentlich bald - die Besucherinnen und Besucher wieder die Gelegenheit haben, unsere Unterwasserwelt zu bewundern“, so Kuratorin Lena Bockreiß. Vor allem im Malawi- und Tanganjika-Becken können dann die Besucherinnen und Besucher mit etwas Glück Jungfische verschiedenster Buntbarscharten zwischen den Steinen entdecken.

Bereits viele Fischarten auf Roter Liste

Hintergrund der Zuchtbemühungen des Hellabrunner Aquarium-Teams ist unter anderem, den Bestand im Meer- bzw. Süßwasser zu schützen. Diese finden in enger Abstimmung bzw. Austausch mit der EAZA (European Association of Zoos and Aquaria) und EUAC (European Union of Aquarium Curators) statt. Viele Fischarten wie beispielsweise Regebogenfische, Seepferdchen, Segelkärpflinge und Kardinalbarsche sind laut Roter Liste der IUCN gefährdet. „Wenn wir verstehen, wie verschiedene, vor allem anspruchsvolle Fischarten in menschlicher Obhut nachgezüchtet werden können und uns dies erfolgreich gelingt, tragen wir einen Teil dazu bei, den Bestand bedrohter Arten durch Nachzucht zu schützen“, erklärt Lena Bockreiß.

Segelkärpfling

Quelle: Tierpark Hellabrunn

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