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Nachwuchs bei den Südlichen Kugelgürteltieren in Hellabrunn

Im Münchner Tierpark sind die Südlichen Kugelgürteltiere Gustav und Gerlinde zum dritten Mal Eltern geworden. Das Jungtier entwickelt sich gut - ob es männlich oder weiblich ist, konnte bisher noch nicht festgestellt werden.

München, 10.04.2026 Die Freude über den Nachwuchs ist groß in Hellabrunn, auch wenn Besucherinnen und Besucher für eine Sichtung etwas Geduld und einen wachen Blick mitbringen sollten. Denn Kugelgürteltiere sind wahre Meister des Versteckens: Sie nutzen hohle Baumstämme, dichte Vegetation oder weichen Boden um sich einzugraben als Unterschlupf.

Zwei Südliche Kugelgürteltiere
Südliche Kugelgürteltiere
© Tierpark Hellabrunn / Jan Saurer

Die Südlichen Kugelgürteltiere leben in Hellabrunn in der „Welt der kleinen Affen“, wo sie gemeinsam mit Zweifarbentamarinen in einer neugestalteten Anlage zu entdecken sind. Die Tierart wurde in Hellabrunn im August 2024 erstmals vorgestellt. Kugelgürteltiere zählen zu den wenigen Säugetieren mit einem knöchernen Außenpanzer und sind die einzigen Gürteltiere, die sich bei Gefahr vollständig zu einer Kugel zusammenrollen können.

Südliches Kugelgürteltier rollt sich zusammen
Bei Gefahr kann sich das Südliche Kugelgürteltier vollständig zusammenrollen
© Tierpark Hellabrunn / Jan Saurer

Tierparkdirektor Dr. h.c. Rasem Baban erklärt: „Jede erfolgreiche Nachzucht ist ein wertvoller Beitrag zum Schutz bedrohter Tierarten und zugleich ein starkes Zeichen für die Bedeutung moderner zoologischer Gärten. Zoos wie Hellabrunn schaffen Bewusstsein für bedrohte Arten, vermitteln Wissen und leisten mit ihrer Expertise in Haltung, Forschung und Zucht einen wichtigen Beitrag zum internationalen Artenschutz.“

Gerade dieser Artenschutzgedanke macht den Nachwuchs besonders bedeutsam: Das in Hellabrunn gepflegte Südliche Kugelgürteltier (Tolypeutes matacus) wird auf der Roten Liste der IUCN derzeit als 'Near Threatened' (potenziell gefährdet) geführt, der Populationstrend gilt als abnehmend. Die Erhaltungszucht des Südlichen Kugelgürteltiers wird durch ein Europäisches Ex-situ-Programm (EEP) koordiniert. Zu den wichtigsten Bedrohungen zählen vor allem Lebensraumverlust und Jagd.

Quelle: Tierpark Hellabrunn