Der Mensch und sein Tier – eine wunderbare Verbindung

Bei der Systemischen Familienaufstellung kann die seelische Verbindung von Mensch und Tier nicht nur dabei helfen,  Probleme aufzudecken, sondern auch eine Lösung dafür zu finden. In einem ganz besonderen Wochenend-Seminar habe ich durch Andrea Oppermann das „Spuren lesen“ kennengelernt

Meine Katze „überfällt“ mich manchmal und ihre Krallen und Zähne haben schon viele Spuren auf meinen Händen und Armen hinterlassen. Es sind aber nicht nur sichtbare Spuren, die meine Katze und mich verbinden, sondern auch unsichtbare, meint Andrea Oppermann. Die Therapeutin für Systemische Familienaufstellung ist der Überzeugung, dass Tier und Tierbesitzer in einer seelischen Verbindung stehen und Krankheiten sowie problematisches Verhalten von Haustieren daher auch immer etwas mit dem Besitzer zu tun haben.

Ich habe mich bei Andrea Oppermann für das Wochenend-Seminar „Spuren lesen“ angemeldet, in dem sie einen Einblick in diese  magische - und vielen Menschen unbekannte - Welt geben will. Ob mir wohl die beiden Kurstage tatsächlich eine Möglichkeit geben, meine Katze und vielleicht auch mich besser kennenzulernen?

Seminarort ist der Mensch-Tier-Begegnungshof Wörnbrunn. Idyllisch liegt das Haus am Rande des Grünwalder Forstes, man fühlt sich dort sofort wohl und mit der Natur verbunden. Das Wochenende soll mich meinem Tier und meiner eigenen Wahrnehmung näher bringen und ich habe eine leise Ahnung, dass das in dieser Umgebung leicht fallen könnte.
Während es draußen regnet, sitzen wir – acht Frauen - in einer gemütlichen Runde und machen uns bekannt. Auch der Hund des Hauses ist für diesen einen Kurs mit dabei. Es ist ein schwarzer Labrador namens Schoko. Er ist ein richtiger „Charakterkopf“, einer, neben dem man sich gerne niederlässt, einer, dessen Ruhe sich überträgt. Schoko übernimmt ab sofort stellvertretend die Kraft der Tiere an unserer aller Seite und begleitet uns dadurch wunderbar und gelassen durch das gesamte Seminar.
Hund Schoko und die Katze des Hauses

  Mensch und Tier sind „in Verbindung“

Andrea Oppermann erzählt uns, dass das Tier oftmals ein Symptomträger ist, das gleichsam „die seelische Geschichte seines Menschen erzählt“.
Manchmal holen sich Tierbesitzer traumatisierte Tiere ins Haus und wünschen sich dadurch unbewusst, das eigene unerkannte Trauma zu lösen. Viele Tierbesitzer kennen auch das Problem, wenn der Hund, die Katze, das Pferd, mit dem man sein Leben „bereichern“ wollte, einfach nicht so „funktioniert“, wie man das möchte. Sie haben sich ein Tier angeschafft, um mit ihm eine schöne Zeit zu verbringen, um ihm Liebe zu schenken, vielleicht auch, um dem eigenen Leben mehr Sinn zu geben. Wenn dann das harmonische Zusammenleben nicht klappt oder das Tier von wiederkehrenden Krankheiten geplagt wird, empfindet man schnell Enttäuschung und ein Gefühl der Niederlage.
Andrea Oppermann will uns helfen, die Probleme mit unseren Tieren zu lösen, indem wir über die systemische Aufstellung mehr über unsere eigenen Probleme herausfinden.

Die Systemische Aufstellung

Auf der Homepage von Andrea Oppermann und ihrem Mann Matthias lese ich dazu: „Das System- und Familienstellen zeigt die inneren Bindungen und Verstrickungen der Familienmitglieder, die zu Problemen beitragen und ebenso die notwendigen Bewegungen zur Lösung. Es ist ein kraftvolles Instrument, mit dem man einen Zugang zu den Bewegkräften der Seele bekommt und diese gleichzeitig die Möglichkeit findet, Stillstehendes in Bewegung zu setzen.“

In der Praxis sieht das so aus: Bei der Familienaufstellung werden vom Fragesteller andere Teilnehmer als sogenannte Stellvertreter im Raum aufgestellt. Diese sollen die für sein Problem wichtigen Familienmitglieder oder seine Tiere darstellen. Die räumliche Beziehung dieser Stellvertreter spiegelt ihre persönliche Beziehung untereinander wider.

Das Ganze macht mir dann doch ein bisschen Angst. Als Stellvertreter habe ich eine wichtige Aufgabe, meine Reaktion kann das Problem so oder so verändern.
Die Verantwortung scheint mir groß. Doch ich werde beruhigt, als Stellvertreter bleibe ich ganz ich selbst, spiele aber keinerlei Rolle, sondern stelle mich ganz in den Dienst eines anderen. Ich werde von anderen Teilnehmerinnen mal als Mutter, Tochter oder Tier aufgestellt und warte dann auf ein Gefühl oder auf eine Energie, die mich führt: Möchte ich mich jemandem aus dem Systemischen Feld zuwenden oder würde ich am liebsten den mir zugewiesen Platz verlassen? Will ich einen Stellvertreter liebevoll ansehen oder kann ich ihm gar nicht in die Augen schauen – sei es vor Abscheu oder Angst?  
Bei einer Aufstellung verändert sich eine scheinbar feststehende Geschichte, indem sich die Positionen einzelner Stellvertreter ändern. Und manchmal, wenn sich etwas einfach nicht von selbst lösen kann, wird stellvertretend von der Leiterin eingegriffen, bis die Lösung bildlich sichtbar wird.

Mutter-Tochter-Gespanne

Ein besonderes Problem beschäftigt uns an beiden Tagen: ein Pferd, das von immer wiederkehrenden Krankheiten geplagt wird.
Die Teilnehmerin hatte zwei Pferde, Mutter und Tochter. Nach einer Kolik-OP war das Fohlen in der Klinik gestorben, die Stute konnte sich nicht von ihm verabschieden und suchte es eine Zeit lang. Ein halbes Jahr nach dem Tod des Fohlens, begann die Stute immer öfter zu erkranken. Immer wieder hat sie sich auch „festgelegen“, sie war nicht mehr fähig alleine aufzustehen und musste mit größten Schwierigkeiten wieder aufgerichtet werden. Die Besitzerin war sehr besorgt und holte sich Hilfe bei Tierärzten, Tierheilpraktikern, Osteopathen und Chiropraktikern. Es wurden Blutwerte und Organe untersucht, aber kein Experte brachte die Krankheiten der Stute mit der Trauer um ihr verlorenes Fohlen in Verbindung. Der Zustand der Stute besserte sich zwar langsam, aber sie war lange nicht so fit wie vorher.

Vor kurzem kam ein neuer Schock, denn die Stute hatte eine Kolik. Die Pferdebesitzerin erlebte dies als Déjà-vu, denn es war genauso wie beim Fohlen. Sie tat alles, um nicht auch noch dieses Pferd zu verlieren. Schließlich hat die Stute überlebt, aber die Angst der Besitzerin blieb. Zu dieser Zeit hörte sie von dem Seminar „Spuren lesen“ und las den Untertitel: „Immer wiederkehrende Symptome beim Tier – Und was hat das eigentlich mit mir als Mensch zu tun?“

Ja, und hier sitzt die Pferdebesitzerin nun und hofft, durch die systemische Aufstellung eine Erklärung dafür zu finden. Sie erzählt uns, dass ihre eigene Mutter im Rollstuhl sitzt und schon eine lange Krankengeschichte hat, mit der sie als Tochter nur schwer umgehen kann. In der Aufstellung wird dann nicht nur das tierische, sondern auch das menschliche Mutter-Tochter-Gespann gestellt. Es sind viele Parallelen zwischen beiden erkennbar und die Frau begreift, dass sie als Tochter nicht - wie das Fohlen – ihr Leben „auf-geben“ muss, um der Mutter nahe zu sein. Sie kann nun ihr Verhältnis zur eigenen Mutter besser verstehen.  Durch die Aufstellung ist eine Klarheit bei ihr eingetreten und es gab Lösungen. Lösungen im Sinne von Bewältigung und im Sinne von  Ablösung.

Die Pferdebesitzerin ist sich der Verantwortung für ihr Tier bewusst. Zwei Wochen nach dem Seminar erzählt sie mir, sie sei zuversichtlich, den Weg, der ihr aufgezeigt wurde, weitergehen zu können, so dass es auch ihrer Stute dauerhaft gut geht. Bisher sind jedenfalls keine weiteren Krankheitssymptome aufgetreten.

Der Zugang zur Seele des Tieres

Manche anderen Probleme können im Seminar nicht endgültig geklärt werden. Für eine Teilnehmerin, die viele problematische, teils sogar gefährliche Tiere bei sich aufgenommen hat, wird das Wochenende der Anfang zu einem größeren, umfassenderen „Spuren lesen“ sein.
Bei einigen Aufstellungen ist sogar mir als völliger Neuling die Lösung schnell sichtbar geworden. Vieles von dem, was vorgeht, bleibt mir aber auch weiterhin verschlossen.

Andrea Oppermann sagt: „Im heiligen Raum zwischen den Lebewesen, der keinen Unterschied zwischen Mensch und Tier macht, liegen Lösungen bereit, die Wundern gleich sein können.“

Wer Schwierigkeiten mit seinem Tier hat und sich einlassen will auf ein Abenteuer mit sich selbst, dem kann der Kurs „Spuren lesen“ mit Andrea Oppermann eine wundervolle Hilfe sein. Aber auch alle anderen, denen Tiere nahe stehen oder die mit ihnen arbeiten, finden einen neuen Zugang zur Seele des Tieres. Mir hat das Seminar viele neue Erkenntnisse gebracht, auch meine Katze verstehe ich nun ein bisschen besser. Und obwohl ich schon immer eine große Tierfreundin war, sehe ich die Tiere nach diesem Seminar noch einmal mit ganz anderen Augen.

Kratzspuren auf Armen verblassen. Die Spuren, die an diesem  Wochenende „gelesen“ wurden, werden hoffentlich weiter verfolgt, verstanden und in der Tiefe geheilt. Die Spuren, die das Seminar bei mir hinterlassen hat, werden bleiben.

Andrea Oppermann mit Hund


Buchcover: Sag dass es nicht wahr ist Buch

Bitte sag, dass das nicht wahr ist. Ich liebe Dich doch.

Weitere Informationen dazu, wie Tiere uns heilen, erhalten Sie auch in diesem Buch von Andrea & Matthias Oppermann.
Das etwas andere Sachbuch mit Fotos von Susanne Fink.

"Dieses Buch führt Sie in den seelischen Raum zwischen Mensch und Tier, in dem sich ungeahnt heilsame Kräfte entfalten können!"
 Leseproben und Kauf des Buches unter www.oppermann-beratung.de/bittesag/start.htm


U. Makrewitz/ 10.12.2013

 

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