Übergewicht beim Hund: Speck weg durch „Fett weglassen"?

Expertentipp der Tierheilpraktikerin und Tierernährungsberaterin Heidi Herrmann

Besonders zur Winterzeit höre ich von Kunden oft die Frage: Mein Hund ist zu dick. Kann ich zur Verringerung des Körperfetts einfach das Fett in der Nahrung weglassen? Meine Antwort dazu ist ein klares N E I N ! Denn Fett spielt bei der Tiernahrung eine wichtige Rolle.

Nicht nur bei einigen Zweibeinern hat das üppige Weihnachtsessen angesetzt, auch die Vierbeiner haben zum Fest das eine oder andere Häppchen zu viel abgekriegt. Eigentlich ist alles ja nur eine Sache der Energiebilanz: Übergewicht entsteht, wenn die Energiezufuhr größer ist als der Energieverbrauch. Eiweiß, Kohlenhydrate und Fett liefern diese Energie – aber die fettarme oder sogar fettfreie Ernährung bei Hund und Katze ist nicht zu empfehlen. WARUM?

Fett ist ein wichtiger Nährstoff in der Ernährung

Fett liefert für unsere Vierbeiner die am leichtesten zu nutzende Energie. Energie wird aber nicht nur zu Bewegungsleistungen benötigt, sondern auch für die ständige Einsatzbereitschaft der Organe. Energie lässt das Herz schlagen und wird z.B. auch beim Atmen und Verdauen benötigt. Hund und Katze können als Fleisch- bzw. Beutetierfresser Fett besser in Energie umwandeln als Kohlenhydrate. Wenn man Kohlenhydrate nicht vorbehandelt, also z.B. nicht kocht, püriert oder mahlt, sind sie für einen Nicht-Pflanzenfresser sogar unverdaulich.

Doch das ist immer noch nicht alles, wozu Fett wichtig ist. Es ist zusätzlich noch beteiligt beim Wachstum, bei Heilungsprozessen und bei Augen- und Nerventätigkeit. Zur Versorgung mit allen notwendigen Fettsäuren ist eine Mindestmenge von 5 % der Futterration unerlässlich.

Dicker Mops

Gute Öle sind wichtig

Wenn die Fettsäuren beim Futter fehlen, wird dies sogar sichtbar durch stumpfes, raues Fell und dauerndes Haaren und durch stinkende Ohrentzündungen auch riechbar. Ich empfehle in solchen Fällen die zusätzliche Gabe von Ölen. Für die Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren sorgen z.B. Lachs-, Nachtkerzen- oder Leinöl und zur Deckung des Omega-6-Fettsäuren-Bedarfs helfen Pflanzenöle. Es muss übrigens gar nicht das teuerste Öl sein, auch das hochpreisigste Olivenöl bringt Ihnen keinen zusätzlichen Nutzen.

Die Fettmengen in Kapseln sind übrigens so gering, dass Sie der Flasche den Vorzug geben sollten. Da jedes Öl seine ganz eigenen Inhaltsstoffe hat und zum Teil auch hohe Vitamingehalte, ist es vorteilhaft immer wieder einmal zu wechseln. Mein Tipp: Bewahren Sie die Flaschen kühl und trocken auf, so bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe am längsten erhalten.

Eigelb - klein, aber wertvoll

Das Eigelb enthält ein besonders günstiges Fettsäurenverhältnis, gepaart mit dem Gehalt von einem breiten Spektrum Spurenelementen und allen Vitaminen. Damit stehen auch Zink und Biotin für ein schönes Haar und feste Krallen zur Verfügung.

Trennen Sie das Eiweiß ab und lassen Sie dies stocken, es soll durch Erhitzen weiß werden, roh bringt es keine Vorteile.

 Rindertalg gegen unangenehme Düfte

Wenn Ihr Hund oft Blähungen hat, leidet nicht nur er darunter, sondern wegen der unschönen Düfte, oft die ganze Familie. In diesem Fall empfehle ich als kurzfristige Maßname, zum Futter ein esslöffelgroßes Stück Rindertalg zu geben. Damit werden die dafür verantwortlichen Bakterien im Dickdarm beruhigt – und auch das Familienklima. Da die Blähungen aber durch schlecht verdauliches Eiweiß hervorgerufen werden, ist es  langfristig ratsam, einen Futterwechsel ins Auge zu fassen. Dabei kann Ihnen ein Tierernährungbsrater helfen!

Am Trockenfutter sparen

Bei übergewichtigen Hunden sollte man also nicht in erster Linie an Fett sparen. Verzichten Sie lieber einfach mal auf Kalorien durch Getrocknetes! Ersetzen Sie z.B. das Trockenfutter durch Nassfutter, geben Sie Ihrem Vierbeiner anstatt Keksen ein Stück Apfel und anstatt Ochsenziemer rohe Karotten.

 Zum Schluss sei nochmal gesagt: Hungern muss nicht sein! Und auch von der FdH – Methode (Friss die Hälfte) sollten Sie Abstand nehmen.

 

Doch wie kann man dem tierischen Übergewicht sonst noch "zu Leibe rücken"?
In meinem Artikel Übergewicht bei Hund oder Katze: So geht der Speck weg! finden Sie Tipps zur Gewichtsabnahme von Hund und Katze

 

Heidi Herrmann mit ihren zwei HundenIhre Heidi Herrmann
Tierheilpraktikerin, Tierernährungsberaterin und Ausbilderin zum Tierernährungsberater

www.tierernaehrungsberater.de

 

 

Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie auch in einem Video von meinem 2-stündigen Webinar Wege aus dem Übergewicht
Alle Kurse, bzw. Videos finden sie in meiner Akademie unter www.edudip.com/academy/Heidi.Herrmann

 

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