Kontakt

Natürlicher Zeckenschutz für Hund und Katze

Was ist ein guter Zeckenschutz für Hunde und Katzen? Immer mehr Hunde- und Katzenbesitzer suchen nach natürlichen Schutzmöglichkeiten vor Ektoparasiten wie Zecken und Flöhen. Jetzt im Frühling wird es höchste Zeit, mit dem Schutz vor diesen Parasiten zu beginnen.

Zecken und ähnliche Plagegeister

Mehr als 15.000 Gliederfüßer (Stech-, Sand- und Kriebelmücken, Gnitzen, Stechfliegen, Bremsen, Läuse, Flöhe, Zecken, Milben usw.) suchen Blut oder Hautschuppen von anderen Lebewesen. Zecken haben wie Milben vier Beinpaare und sind damit Spinnentiere! Mit gut 100.000 Arten gehören die Milben und damit auch die Zecken zu dieser Klasse.

Mit dem Haller‘schen-Organ (es befindet sich an der Spitze des ersten Beinpaares) kann die Zecke Stoffe wie Ammoniak, Kohlendioxid, Milchsäure und vor allem Buttersäure erkennen, die von den jeweiligen Wirtstieren durch Atem und Schweiß abgegeben wird. Zecken erkennen auch Licht und Schatten und sogar Vibrationen.

Zecke am Grashalm

Zeckenschutz – welcher eignet sich für Hund und Katze?

Leider beruhen viele Anti-Zeckenmittel auf giftigen Substanzen und haben manchmal nicht nur negative Auswirkungen auf Hund und Katze, sondern auch auf den Besitzer.

Es gibt natürliche Möglichkeiten als Zeckenschutz für Hunde und Katzen, die sehr gut wirken, aber nie 100%ig sein können.

Ätherische Öle haben zwei Nachteile: innerlich angewendet belasten sie die Leber, äußerlich wirken sie sehr unangenehm auf den sensiblen Geruchssinn. Dazu zählt zum Beispiel Schwarzkümmelöl oder auch Produkte, gewonnen aus der natürlichen Chrysantheme.

Phytotherapeutische Behandlungen, zum Beispiel mit Zistrosenkraut, sollten nur ca. 4 Wochen angewendet werden, dann muss die Therapie beendet oder die Pflanze gewechselt werden.

Alle Stoffe, die über den Verdauungstrakt, die Haut oder die Luft in den Körper gelangen, müssen von der Leber verstoffwechselt werden. Daran sollte man jederzeit denken.

Kokosfett auf dem Fell wirkt zwar gut gegen Parasiten, schmiert und schmutzt aber gewaltig.

Die Beeinflussung des Körpermilieus durch B-Vitamine verdient unsere Aufmerksamkeit.

B-Vitamine verändern nicht nur die Haut und das Fell und damit die Körperausdünstungen, sondern sie wirken auch positiv auf die Nerven, das Immunsystem und den Kohlenhydratstoffwechsel.

Eine weitere hilfreiche Anwendung ist die Nutzung von Anolyth. Dieses wird vor dem Spaziergang aufgesprüht und hält durch seinen schwach chlorigen Geruch Zecken ab. Anolyth wird aus Wasser gewonnen, fettet nicht, riecht nicht stark und hat keinerlei Nebenwirkungen.

Die Partnerin des Tierportals, Susan Bär, bietet dazu in ihrem Bäralis-Shop, dieses empfehlenswerte Produkt an: https://shop.baeralis.de/baerovet-nr-1-desinfektionsspray

So individuell wie Hunde und Katzen gehalten werden, eignen sie sich auch ganz unterschiedlich als potenzielle Opfer für die Zecken. Eine Wohnungskatze kennt das Zeckenproblem gar nicht. Ein kurzhaariger, an der Leine in der Stadt ausgeführter Hund hat auch kaum Zecken. Aber auch Mittelchen, die bei dem einen wunderbar wirken, wirken bei einem anderen Individuum gar nicht.

Daher ist das Ausbürsten und die Kontrolle nach dem Spaziergang durch nichts zu ersetzen. Vielleicht muss man den Hund auch gelegentlich am Durchstöbern von hohem Gras und Büschen hindern.

Was macht den Zeckenbiss so gefährlich?

Der Biss der Zecke wird eher nicht wahrgenommen, weil die Zecke die Einstichstelle betäubt. Nur die Nutzung des Blutes wäre bei geringem Befall auch gut zu verschmerzen, leider aber werden durch die Zecken viele sehr bedrohliche Krankheiten übertragen. Ungefähr jede 20. Zecke ist mit Erregern infiziert, teilweise sogar mit mehreren. Dazu gehören Borreliose, FSME, Anaplasmose und Babesiose.

Vollgesaugte dicke Zecke

Möchten Sie mehr über Ektoparasiten wie Zecken und deren Erkrankungen erfahren, empfehle ich Ihnen gern das Video von der Tierheilpraktikerin Heidi Herrmann: https://tierernaehrungsberater.edudip.com/w/367216

Dort erfahren Sie einiges vom Leben und der Vermehrung der Zecken und werden viele Erkenntnisse bezüglich der Symptome bei Erkrankungen und den Möglichkeiten der Diagnose und Behandlung bekommen.

Bleiben Sie und Ihr vierbeiniger Liebling gesund!

Tierernährungsberaterin Frauke Heidrich

Dieser Artikel enthält Empfehlungen/Werbung